Silberhochzeit  Großeltern
Inverness 2008

Maria und Ulrich

Wir stammen beide aus großen Familien. Ulrich hat eine Schwester – Angelika verstarb am 05. Dez. 2005 an totalem Organversagen nach vier Jahren Wachkoma -  und vier Halbgeschwister. Ich habe drei  Schwestern und drei Brüder. Mittlerweile sind alle Geschwister in Beziehungen und wir haben 21 Nichten und Neffen.

Ulrich und ich lernten uns am 11. November 1974 bei den Pfadfindern kennen.

Es muß Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, denn knapp einen Monat später waren wir ein Paar.

Im August 1977 feierten wir beide unseren 18. Geburtstag und gleichzeitig unsere Verlobung.

Aus Alters- oder vielmehr Jugendgründen waren unsere Familien gegen eine Hochzeit zu diesem Zeitpunkt.

Das holten wir ein Jahr später nach.

Als wir uns kennenlernten, war Ulrich Friseurlehrling im ersten Lehrjahr. 1977 machte er seine Gesellenprüfung. Ab dem 01.01. 1978 hat er vier Jahre als Zeitsoldat bei der Luftwaffe gedient. Während dieser Zeit machte er eine Ausbildung als Sanitäter und Desinfektor. Nach seiner Dienstzeit erhielt er sein Diplom als examinierter Krankenpfleger und arbeitet seit dieser Zeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und – psychologie. Er  besuchte erfolgreich eine Weiterbildung zum Stationsleiter und machte  auch noch den Fachpfleger für Psychiatrie. In seiner Freizeit ist er Sammler von Streichholzschachteln, war 15 Jahre lang Vorsitzender der Philluministischen Gesellschaft (s. HP ). Außerdem spielt er  mit unserem Sohn Robin  Fernschach und bei den Königsspringern Haltern Mannschaftsschach. Bis zu seinen Bandscheibenvorfällen war Ulrich aktiver Fußballer in zwei Vereinen. Sein  blauweißes Spielerherz schlägt für den 1.FC Schalke 04, bei jedem Heimspiel stehen er und Robin dank Dauerkarte in der Nordkurve.

Seine Musik sind die Beatles und Mike Oldfield, seine (und meine) bevorzugten Urlaubsziele  die Kanalinseln.

 

Bei unserem Kennenlernen besuchte ich die Realschule. Um Krankenschwester werden zu können schloss ich die einjährige Berufsfachschule für Ernährungs- und hauswirtschaften an. Ab Oktober 1977 war ich in der Krankenpflegeschule. Bereits nach einem Jahr hörte ich auf, denn Jasmin kündigte ihr Kommen an. Ich habe nie bereut diese Ausbildung abgebrochen zu haben, denn ich wußte schon, dass es entgegen all meinen Vorstellungen  nicht mein Traumberuf ist!

Am 29.9. 1978 haben wir geheiratet.

Unsere Kinder wurden 1979, 1982 und 1987 geboren. In all dieser  Zeit habe ich immer an den Wochenenden im Lokal meiner Eltern ausgeholfen. Dort hin konnte ich meine Kinder auch mitnehmen, wenn mein Mann Dienst hatte. Drei Jahre nach Mircos Tod bewarb ich mich um eine Halbtagsstelle in unserer Klinik für Waschhaus und Nähstube. Da war Jasmin 14, Robin 11 Jahre alt. Die Arbeitszeit war angenehm, selbst in der Spätdienstwoche dauerte sie nur bis 15.00Uhr. Der Weg zur Arbeit war nicht einmal 5 Minuten lang, so dass die Kinder in Notfällen ihre Mama immer erreichen konnten. Dort arbeitete ich drei Jahre lang, dann wurde das Waschhaus geschlossen.

Lange überlegte ich, was ich nun tun sollte, welche Möglichkeiten sich mir boten. Ich war 36 Jahre alt, jetzt konnte ich noch neu anfangen, die Familie würde mitziehen...Im April 1996 begann ich mit der Umschulungsmaßnahme zur Floristin, im Januar 1998 machte ich meine Gesellenprüfung. Ich arbeitete bis Ende September 2007 im selben Betrieb, der mich bei der Ausbildung unterstützte. Augenblicklich habe ich einen Job im Küchendienst der Haardklinik.

Meine größte Untugend ist meine absolute Unsportlichkeit, nicht mal zum Sportschausehen reicht es aus! Ich lese leidenschaftlich gern, schaue auch gern fern. Mit meiner Schwester Manuela bin ich in einem Gospelchor und nehme jedes Jahr an einem Gospelprojekt teil. Mit Jasmin zusammen besuche ich Kurse um die Gebärdensprache zu erlernen. Ich dekoriere und arrangiere und klöne gern. Für alle möglichen Anlässe und auch einfach mal so und für  Mirco und mich schreibe ich Verse. Mit meinem Mann radele ich gelegentlich durch die Gegend und wir leisten uns jährlich von unserem Nichtrauchergeld, das wir konsequent seit dem 24. Oktober 2002 sparen, einen schönen Urlaub.

 

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