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Robin
Unser großer Sohn kam 1982 wie wir alle im St. Sixtus Hospital in Haltern zur Welt. Er wollte partout nicht geboren werden! 14 Tage ließ er auf sich warten, dann wurde die Geburt eingeleitet. Nicht, das das Eindruck auf unser Baby gemacht hätte! Nein, er wurde schließlich mit der Saugglocke geholt. Was tat uns das kleine Kerlchen leid! Die Sonde zur Überprüfung der Herztöne wollte auf seinem Köpfchen nicht halten, so hatte er lauter kleine Wunden von den diversen Versuchen der Gynäkologin. Und die Saugglocke hatte das Köpfchen in die Länge gezogen und Hämatome hinterlassen!
Ganz zerknautscht sah der Kleine aus. Robin sollte der Bursche heißen. Auch seine Mutter war nach der Entbindung ziemlich fertig und so stimmte der mitleidige Vater zu, dass der Sohn den Namen Robin David bekam. ...seine Frau meint, das klingt so schön...
Robin David war 3650 g schwer, mass 52 cm und hatte einen Kopfumfang von 35 cm.
Nach Jasmin, unserem Verwöhnebaby, war Robin das genaue Gegenteil. Er weinte und schrie, schrie und weinte. Und ihm war mit nichts zu helfen. Das änderte sich erst, als wir in eine neue Wohnung zogen und er ein eigenes Zimmer bekam. Da war er neun Monate alt.
Alles war bei Robin anders als bei Jasmin: er konnte sich nicht alleine beschäftigen, es gab so gut wie kein Essen, das ihm schmeckte, wenn es nicht einen hohen Kakao- und Zuckeranteil besass. Ohne seinen Schnulli und sein Knöpfekissen ging er nirgendwohin...
Robin hatte immer ein gutes Merkvermögen und lernte schnell. Er profitierte von Jasmin, die ihn sofort adoptiert hatte und bemutterte.
Als wir nach Marl zogen kam Robin in den Kindergarten. Er wollte gar nicht alleine dableiben. Erst als er Robert kennenlernte, blieb er. Die beiden waren sich sehr ähnlich. Und der eine blieb morgens nur, wenn der andere da war! Sie besuchten sich auch zu Hause und waren ein richtig gutes Team!
Robin ging zum Fußball . Wenn er ein Spiel hatte, wollte er nicht, dass wir dabei waren: „Wenn ihr nicht da seid, spiele ich viel besser. Ihr macht mich nervös!“
Er sprach sehr schlecht, konnte überhaupt keine S- und Zischlaute formen. Deshalb musste Robin zu einem Sprachheillehrer. Dort lernte er zuerst zu summen wie die Biene Maja und dann auch alle anderen S-Laute.
In der Schule war Robin eine Kanone, es fiel ihm aus allen Richtungen zu! Was Jasmin sich erarbeiten musste, schüttelte er sich oftmals einfach so aus dem Ärmel. Deshalb kam er auch auf das Gymnasium. Und nach dem Abitur 2003 ging er zum Studium nach Münster.
Die Zwei zusammen in der Badewanne. Jasmin zu ihrem kleinen Bruder:
„Robin, bist ja mein Kumpel, hast ja auch ´nen schwarzen Popo!“
Robins Wortschätze:
Momme Padi Hünana = Robin David Hüwener
Quakmin= Jasmin
enau = genau
Gokaka = Schokolade
Schwammanzug = Schlafanzug
Bakkahine = Magarine
„Ein Blutschlamm natürlich!“ = Auf die Frage, was er denn da an der unteren rechten Wange habe (einen Blutschwamm natürlich)
„Mama, als ich noch in Deinem Bauch war, da habe ich da immer Danger Mouse geguckt!“
(Dangermouse war Robins Lieblingszeichentrickserie!)
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