|
Als das Haus an der Klinik zur Miete ausgeschrieben war, erschien uns das wie ein Wink des Schicksals! Überlegten wir doch schon eine Weile, ob wir noch ein Kind haben wollten.
Und wir sollten uns bald entscheiden, denn zu groß sollte der Altersunterschied zwischen den Kindern auch nicht sein. Wir sahen uns das Haus an. Ein Garten gehörte dazu, ein großer Keller und eine Garage. Wenn wir das riesige Elternschlafzimmer als Kinderzimmer nutzen würden, würden sich da auch zwei Kinder drin wohlfühlen können! Wir bekamen den Mietvertrag und als wir im August einzogen, waren wir bereits schwanger....
Mircos Geburt:
Am 28. April sollte „Nummer Drei“ geboren werden, aber es ließ sich Zeit. In der Nacht des 04. Mai fuhren wir ins St. Sixtus -Hospital nach Haltern.
Endlich, in den frühen Morgenstunden des 05. 05. 1987 wurde es ernst. Um 8.12 Uhr wurde Mirco geboren, 51 cm groß, 3600 g schwer und blitzeblau, denn, wie die Hebamme sagte: „Der kommt mit Krawatte zur Welt!“ Mirco hatte sich die Nabelschnur um den Hals gelegt. Aber das war gar nicht schlimm und vor allem war sonst alles in Ordnung mit unserem Söhnchen. Er hatte ein ganz rundes Köpfchen und zwei entzückende runde Öhrchen!
Mircos kleines Leben:
Wie schon bei Robin hat Jasmin schnell die Rolle der Zweitmama eingenommen und Robin, bisher unser Nesthäkchen, zeigte sich auch von seiner besten Seite und wider Erwarten kaum eifersüchtig. Er teilte sich mit seinem Brüderchen das Zimmer und das Etagenbett.
Mirco weinte wenig, war selten krank und profitierte von seinen Geschwistern. Er lernte schnell, auch den Unsinn, den Kinder so anstellen. Unser Kleiner hatte ein Grübchen in seiner rechten Wange und ein strahlendes Lächeln. Seine Haare waren hellblond wie die seiner Geschwister und auch genauso dünn. Mircos Zähne strahlten weiß, wenn er lachte und seine „Meeraugen“ änderten die Farbe zwischen dunkelblau und grün, je nach Stimmung. Unser Mircolino war munter vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, das manchmal für seine Begriffe schon viel zu früh kam.
Sein Gute-Nacht-Ritual war bestimmt eine Stunde lang. Mit Waschen und Zähneputzen fing es an, dann wurde etlichen Kuscheltieren „Gute Nacht“ gewünscht, auch seinem liebsten Böle. Es wurde noch ein Buch vorgelesen, manchmal eine passende Schnuffelwindel ausgesucht.
„Gute Nacht, schlaf´ schön und träume süß. Ich hab´ Dich lieb.“
Noch ein Kuß und ein kleines Buch zum Lesen (wie der große Bruder) und dann wird geschlafen. Mirco wäre so gerne schon mit zur Schule gegangen oder wenigstens in den Kindergarten. Nächstes Jahr . . .
Doch es kam alles ganz anders!
|